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Théla
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Théla

Handgewebte Taschen aus Altplastik

Diti

Athens · Greece

Diti

“Unsere Produkte sind aus Plastik, das nicht nach Plastik aussieht. Es fühlt sich einzigartig an. Man muss es anfassen, um es zu glauben, denn man spürt, dass es handgewebt ist.”

Diti Kotecha, Gründerin

Théla geht auf ihre erste Stelle zurück: Bei einer Branding-Agentur gestaltete sie Verpackungen für Alltagsprodukte und hatte erstmals beruflich mit Plastik zu tun. Das Problem, folgerte sie, liegt in Gebrauch und Verbrauch, nicht im Material. Sie kündigte. Als Freiwillige half sie in Indien, aussterbende Handwerkstechniken als Lebensgrundlage zu erhalten, und erlernte viele davon selbst. In Athen wandte sie sich dem Plastik zu, mit dem sie sich eng verbunden fühlte. Den Stoff für Thélas Taschen weben heute Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker in Indien, die sie von ihrer Arbeit dort kennt. Zum Grafikdesign kam sie direkt aus der Architektur und lernte es im Beruf. Vor Théla gründete sie zwei Labels mit, eines für Biokleidung in Indien und eines, das mit Textilresten arbeitete.

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Théla Accessoires · Athens, Greece

Farben, die sie im Abfall aussucht

Théla begann in Athen als Hobby, mit Plastik, das Diti Kotecha selbst sammelte und verhäkelte. Die gewebten Taschen aus Indien kamen erst später.

Eine Théla-Tasche beginnt bei denen, die den Abfall sammeln. Was aus ihr wird, entscheidet sich, bevor irgendetwas sortiert, gereinigt oder geschnitten wird: Diti Kotecha wählt aus, welches Plastik sie nimmt und welche Farben sie darin haben will. Erst danach wandert das Plastik weiter, von Hand zu Hand.

Diti Kotecha zu Hause, dann bei Kunsthandwerkerinnen in Indien, zwischen sortiertem Plastik und Garnspulen.

In Athen, mit eigenen Händen

Ein Geschäft hatte sie damals nicht im Sinn. Sie tat, was sie nach eigenen Worten am besten konnte: gestalten und mit den Händen arbeiten. Sie sammelte das Plastik, wusch und trocknete es, schnitt Garn daraus, häkelte und nähte. Von jeder Tüte verwendete sie alles, auch Henkel und Nähte, aus denen Bommel wurden. So entstanden Häkelschmuck und Bodenmatten, die heute nicht mehr im Sortiment sind.

Eine Zeit lang veranstaltete sie Sammelaktionen, bei denen Leute ihr Plastik abgaben. Sie hörte damit auf, als ihr klar wurde, dass solche Aktionen einen Freibrief ausstellten, noch mehr zu verbrauchen. In Athen nimmt sie heute, so erzählt sie, nur, was in Mülleimern und auf der Straße rund um die Bauernmärkte liegt, wenn diese schließen und bevor die Müllabfuhr kommt.

Ein gewebtes Etui in Gelb und Grau, daneben ein Bleistift und ein Spitzer.
Ein gewebtes Etui in Gelb und Grau, daneben ein Bleistift und ein Spitzer.

Gewebt wird in Kutch

In Kutch wurde schon aus örtlichem Plastikabfall gewebt, bevor Diti Kotecha dazukam. Anfangs lief ihre Arbeit dort über etablierte Organisationen. Heute arbeitet sie direkt mit den Menschen am Webstuhl, statt eine eigene Werkstatt zu betreiben, und ist drei bis vier Monate im Jahr selbst vor Ort.

Das Plastik stammt, wie sie sagt, von Sammelstellen: größere Verpackungs- und Agrarfolien, die schon auf dem Weg zur Deponie waren. Von Hand wird es sortiert, gereinigt und zu Garn geschnitten, dann gewebt. Ein Webstuhl ist ausschließlich für Théla eingerichtet, und jede Bahn wird genau so groß gewebt, wie es das Stück verlangt, das später daraus genäht wird.

Eine Weberin in Indien am Webstuhl, grünes Plastik im Schuss, daneben Folien, die an der Leine trocknen.

Wo kaum geschnitten wird

Genäht werden die Bahnen in Mumbai, zum Teil in einer Schneiderei vor Ort. Die Schere bleibt dabei fast immer liegen. Darauf achtet die Gründerin selbst: Es sollen keine kleinen Plastikschnipsel zurückbleiben. Weil jedes Stück von Hand entsteht, fällt es in Farbe, Struktur und Webart ein wenig anders aus als das nächste.

Hände halten ein kleines gewebtes Etui über einer Umhängetasche in Grau und Weiß.
Hände halten ein kleines gewebtes Etui über einer Umhängetasche in Grau und Weiß.

Die Reste vom Nähen hebt die Schneiderei auf, und Diti Kotecha gibt sie an Recyclingprojekte weiter.

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