Simone Wild Kleidung · Stuttgart, Germany
Was auf dem Webetikett steht
Angefangen hat alles mit Samtsocken, inzwischen kommen Oberteile, Hosen, Bodys und Wäsche aus demselben Samt. Simone Wild entwirft in Stuttgart, genäht wird in Deutschland, der größte Teil in einer Werkstatt, die Frauen führen.
Der Samt besteht zu 90 Prozent aus Polyester und zu 10 Prozent aus Elasthan, und er taucht fast überall auf: Kniestrümpfe, ein Raglanpullover, weite Hosen, Bodys, ein Beutel. Wo er aufhört, übernehmen Spitze und Mesh, etwa in einem Shirt aus Spitze oder in kurzen Socken aus Mesh.

Wer die Kollektion näht
Seit 2022 näht eine Werkstatt in Frankfurt den größten Teil der Kollektion, ein Sozialunternehmen, das Frauen führen. Die Näherinnen kommen aus vielen Ländern; zur Arbeit an der Maschine gehören Sprachkurse und die offizielle Anerkennung der Qualifikationen, die sie mitgebracht haben. Im eingenähten Webetikett steht MADE IN GERMANY. Über die Stoffe hat Simone Wild 2023 gesagt, sie kämen überwiegend aus Großbritannien und dem übrigen Europa; kurze Wege zwischen Stoff und Nähmaschine seien ihr wichtig.

Die Pflegehinweise auf Japanisch
Der Großhandel nach Japan läuft über einen Showroom in Tokio. Im Onlineshop lässt sich die Sprache auf Japanisch stellen, und im Webetikett stehen die Pflegehinweise auf Japanisch, direkt unter MADE IN GERMANY.
Was von der Schere bleibt
Beim Zuschneiden fallen Formen an, für die es sonst keine Verwendung gibt. 2022 hat das Stuttgarter Designduo Haus Otto genau diese Formen genommen, mit Samt bezogen und als weiche Haken an die Wand geschraubt. Hold On heißt die Auflage, fünfzig Stück in vier Farben. Genäht wurden die Bezüge in Deutschland, ebenfalls in einem Sozialunternehmen.

Ein Stoff und Haken aus dem, was beim Zuschneiden anfällt.




























