j'ai mal à la tête Kleidung · München, Germany
Bügelfalte und Kordelzug
j´ai mal à la tête ist ein Münchner Herrenlabel, das Anzugstoffe in sportliche Schnitte übersetzt: Trackpants aus Schurwolle, Baseballjacken aus kariertem Wollstoff. Anja Pawlik und Roman Dorfner führen es seit 2012, der Laden liegt in der Reichenbachstraße.
Der Name ist ein Satz aus Fernando Pessoas Buch der Unruhe: j´ai mal à la tête et à l´univers. Die beiden lesen ihn so: Zu vieles kommt auf einmal an, und nichts davon bleibt hängen. Mehr Literatur steckt nicht im Label. Danach geht es nur noch um Stoff.

Was die Hose zeigt
Am deutlichsten zeigt sich das an den Trackpants. Gummibund, innen eine Kordel, zwei Seitentaschen, hinten eine mit Knopf. Vorn läuft eine Bügelfalte durch das Bein. Der Stoff kommt aus Italien, eine Mischung aus Baumwolle, Wolle, Viskose und Leinen, grün-weiß meliert. Die Struktur bleibt sichtbar.

Das zieht sich durch die Kollektion. Eine Baseballjacke aus kariertem Schurwollstoff, Raglanärmel, Futter aus Viskose. Mäntel fallen oversized, einer davon aus reinem Kaschmir in Oliv. Die Stoffe kommen fast immer aus Italien, genäht werden Mäntel, Jacken und Hosen in Deutschland.

Was bleibt
Im Herbst 2017 zeigte das Lookbook Ohrringe in Seepferdchenform, bedruckte Halstücher und einen Fellschwanz als Schlüsselanhänger. Die Ohrringe und die Tücher sind weg. Der Fellschwanz ist immer noch da: brauner Kunstpelz an einem silbernen Karabiner. Er taucht immer wieder in den Lookbooks auf.

Saison für Saison bleibt die Bügelfalte drin, der Fellschwanz am Karabiner.




























