Atuvera Kleidung · Barcelona, Spain
Was auf dem Rücken steht
Atuvera bringt Kleidung in kleinen Kollektionen heraus statt in Saisons und fotografiert im Landhaus der Familie in Jaén, in einer Hotelsuite in Sitges. Irene Civera gründete das Label 2024 zwischen Valencia und Barcelona, neben ihrem Job bei La Manso.
Hinten auf einem cremeweißen T-Shirt stehen, in einem Kreis aus geschwungener Schrift, drei Tage und eine Straße: 3. bis 5. Oktober, 6 Rue de la Corderie, 75003 Paris. Es war der erste Auftritt von Atuvera bei der Pariser Fashion Week, beim Pop-up von Spain Gallery, das über zwanzig junge spanische Marken ins Marais holte.

Sich selbst auf die Kleidung zu schreiben, hat hier Methode. Über die Brust eines gerippten Longsleeves läuft IMAGINA ESTAR A MI VERA, sinngemäß: stell dir vor, an meiner Seite zu sein. Die Kleider heißen Azahar und Luna, die Shorts Campo, die Hemden Paseo und Orilla. Der Markenname macht es genauso, halb Nachname, halb Folklore.
Die Pflegeetiketten sind nüchterner. Baumwollgaze mit Knitterstruktur für die Sommerhemden. Sandgewaschenes Cupro für ein Minikleid, das den Rücken frei lässt, Ramie für ein zweites, dessen plissierter Satinsaum sich abknöpfen lässt. Denim aus Japan, zu den Campo Shorts verarbeitet. Am Ende jeder Produktseite steht derselbe Satz: Made in Spain.
Das jüngste Oberteil ist aus olivfarbener Baumwolle, an den Seiten offen gelassen. Der Rücken bleibt frei, und die Bänder, die darüber laufen, sind von Hand mit kleinen bunten Perlen besetzt.

Die Shootings folgen derselben Logik wie die Namen. Eine geflieste Terrasse mit offenen Fensterläden. Der Turó Park in Barcelona, für die Marke einer der wichtigsten Orte der Stadt. Analoge Filme in Valencia, schwarzweiß und in Farbe.

Ein Shirt, auf dem ein Wochenende in Paris stehen geblieben ist.



























