ABURY Accessoires · Berlin, Germany
Eine Schule für die Stickerei
ABURY fertigt in Marrakesch bestickte Taschen und Clutches aus Ziegenleder, von Hand und mit Garn aus Kaktusseide. Andrea Bury hat das Label 2011 in Berlin gegründet, gemeinsam mit einer Stiftung, die heute den Shop führt und mit den Verkäufen Bildungsprojekte in Marokko finanziert.
2012 eröffnete ABURY in Marrakesch eine Schule, in der junge Frauen bei Handwerksmeistern die traditionelle Lederstickerei lernen. Im selben Jahr lief die erste Produktion an. Den Anstoß zum Label hatte ein Jahr zuvor eine alte Berbertasche gegeben, und auf sie geht auch die Berber Bag zurück, die ABURY heute verkauft: eine Umhängetasche aus Leder, deren Klappe dicht mit Berbermustern bestickt ist.

Zwanzig Schülerinnen
Unterrichtet hat in der Schule ein Schneiderpaar. Zwanzig Mädchen und junge Frauen lernten dort in den ersten beiden Jahren das Handwerk, von dem sie auf Dauer leben können sollten. Genäht und bestickt wird bis heute von Hand, deshalb gleicht keine Tasche ganz der anderen.

Es geht darum, nicht einfach irgendwo hinzufahren und einen Container mit fertiger Ware zu kaufen. Es geht darum, mit den Leuten einer anderen Kultur vor Ort zusammenzuarbeiten und außergewöhnliche Handarbeit mit modernen Designeinflüssen zu mixen.
Was der Verkauf bezahlt
Heute führt die ABURY Foundation in Berlin den Shop, und mit den Verkäufen finanziert sie ihre Projekte. In Douar Anzal, einem Berberdorf rund anderthalb Stunden von Marrakesch entfernt, sind das eine Vorschule für Kinder zwischen drei und sechs Jahren und Lese- und Schreibkurse für Frauen. In Marrakesch selbst startete im September 2025 die ABURY Hospitality Academy, eine neunmonatige Hotelausbildung für junge Frauen.

In jeder Berber Bag stecken zwei bis drei Tage fair bezahlte Arbeit einer Näherin.


























