5 Fragen an Eduardo Molina

5 Fragen an Eduardo Molina

Eduardo baut Eduard Teas auf, immer fünf Tees auf einmal, aus einer Berliner Küche heraus und seit diesem Sommer aus einem langfristigen Pop-up im KaDeWe. Er verbringt weniger Zeit damit, neue Tees zu entdecken, als damit, sie abzulehnen. Fünf Fragen zur Arbeit hinter einer bewusst kleinen Kollektion.

Was an deiner Arbeit würde die meisten Leute überraschen?

Die Leute stellen sich vor, dass ich meine Tage damit verbringe, großartige Tees zu entdecken. In Wahrheit sage ich die meiste Zeit nein. Jede Kollektion beginnt mit Hunderten Verkostungen, aber die Schwierigkeit liegt nicht darin, gute Tees zu finden. Sie liegt darin, genau fünf auszuwählen, die zusammengehören. Jeder Tee soll den anderen mehr Bedeutung geben.

Was besitzt du, das du nie ersetzen würdest?

Eine Landkarte. Schon als Kind hatte ich immer irgendeine Karte, um festzuhalten, wo ich schon war, und um davon zu träumen, wohin es als Nächstes geht. Mein liebstes Spielzeug war ein Atlas. Das Format hat sich über die Jahre geändert, die Idee ist geblieben: Es wartet immer ein weiterer Ort darauf, entdeckt zu werden.

Das ist meine aktuelle Karte. Tut mir leid, ich habe mein Bestes gegeben, was das Bild angeht.
Das ist meine aktuelle Karte. Tut mir leid, ich habe mein Bestes gegeben, was das Bild angeht.

Was machst du, das betriebswirtschaftlich keinen Sinn ergibt?

Wir arbeiten nie mit einem Produzenten, bevor ich nicht seinen Teegarten selbst besucht habe. Ich habe unglaubliche Tees probiert, die Teil einer Kollektion hätten werden können, aber Probieren allein reicht nicht. Ich muss den Ort verstehen, die Menschen treffen und erleben, wie sie arbeiten, bevor ich entscheide, ob es passt.

Wie ist der Blick von deinem Arbeitsplatz aus?

Das ist der Blick aus meiner Küche in Berlin, auf den ruhigen Innenhof unseres Hauses. Er holt mich auf seine Art aus der Stadt heraus.

Hier verbringe ich einen Großteil meiner Zeit damit, Tees zu verkosten, nachzudenken und unsere nächste Kollektion zu planen.
Hier verbringe ich einen Großteil meiner Zeit damit, Tees zu verkosten, nachzudenken und unsere nächste Kollektion zu planen.

Woran arbeitest du noch?

Es gibt noch unzählige Details zu verbessern, aber das wichtigste ist eine direkte Beziehung zu unseren Kund*innen. Ich will verstehen, was sie wirklich anspricht, was ihnen an unseren Tees gefällt und wo wir besser werden können. Das Gespräch sollte nicht enden, sobald sie den Beutel öffnen.

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Eduard/
Loose-leaf tea, one region at a time · Berlin, Germany
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