NONEED.PROJECT Kleidung · Cologne, Germany
Hosen aus endlichem Stoff
Victor Schoenrich kommt eigentlich aus der bildenden Kunst, Isabel Horbach vom Secondhand und der eigenen Nähmaschine. Nach eigener Aussage können die beiden alles außer Modedesign. Und trotzdem dreht man sich nach ihren Hosen um.
Isabel ist selbst sehr groß und fand lange keine Hosen in der passenden Länge. Daher fing sie an, sich die Hosen einfach selbst zu nähen. Doch der Schritt zu einem eigenen Label war für sie alles andere als selbstverständlich. Schließlich gibt es schon unzählige nachhaltige Labels. Und egal, wie gut man es macht, kann man es überhaupt richtig machen? Aus diesem Zweifel heraus entstand der Name.
Es braucht keine neue Modemarke, es braucht eigentlich nicht mehr Klamotten, und so kamen wir auf ‚No need'.

Wie sie es besser machen wollen
Das Konzept, das eine weitere Modemarke rechtfertigen sollte, könnte nicht einfacher sein. Die beiden nutzen ausschließlich Deadstock und machen daraus Hosen, die lange halten und in Schnitt und Design zeitlos bleiben. Das Ziel ist, Lieblingsstücke zu schaffen, die ihre Trägerinnen und Träger ein Leben lang begleiten. Wie bei vielen anderen Deadstock-Labels diktiert auch bei noneed.project der vorhandene Stoff, was überhaupt entstehen kann. Manchmal gibt es von einem Stoff nur noch fünfzig Meter. Nachproduziert wird nicht: Ist ein Stoff aufgebraucht, sind diese Hosen endgültig weg.

Jedes Stück trägt eine Nummer, die zur Herkunft seines Stoffes zurückführt. Der gerade und der weite Schnitt kommen aus einem kleinen Atelier in Marokko. Gefunden haben es die beiden 2024 über Google, auf einer zweimonatigen Reise durchs Land. Sie fuhren hin und stellten sich vor. Dort näht eine einzige Person jede Hose, von der ersten bis zur letzten Naht. Andere Schnitte werden in Deutschland gefertigt.

Die nächste Hose wartet auf den nächsten Stoff.


























