“Ich mag unkomplizierte und hochwertige Produkte. Schnickschnack passt nicht zu uns.”
Rick und Linsey führen Brût Homeware von einem Büro in Amsterdam aus, entwerfen alles selbst und teilen sich nicht nur die Arbeit, sondern auch das Leben. Auf dem Papier ist die Aufteilung sauber, Linsey verantwortet Design und Marketing, Rick den Einkauf und den Betrieb, doch der Entwurf beginnt eigentlich mit beiden am Tisch, die Skizzen ausgebreitet, im Ringen darum, was gut aussieht und, genauso wichtig, was wirklich funktioniert. Lieber machen sie einen Gegenstand, den man benutzt, als einen, den man nur bewundert: robuste Dinge mit Blick für Funktion statt für Dekoration. Was in Amsterdam entsteht, wird von Hand in kleinen Auflagen gefertigt, in wenigen sorgfältig ausgewählten Werkstätten in Asien und Bosnien, und dorthin reisen die beiden selbst, um die Bedingungen zu sehen und die Arbeit an ihren eigenen Maßstäben zu messen; in Indien tut das ihr Kollege Mahesh. Angefangen hat alles schlichter, als Brût Home Industrials, unter diesem Namen führen europäische Läden bis heute die Haken und Klemmbretter.
Rick und Linsey entwerfen Brût Homeware gemeinsam in Amsterdam und reisen dann zu den Werkstätten, die es herstellen. Lieber zeichnen sie etwas, das man täglich benutzt, als etwas, das man nur anschaut.
Angefangen hat es mit den unscheinbarsten Dingen im Haus. Ein Wandhaken. Ein Klemmbrett. Eine übergroße Sicherheitsnadel, die als Schlüsselring taugt. Damals hieß das Label noch Brût Home Industrials, und unter diesem Namen führen europäische Läden die frühen Stücke bis heute. Diesen Instinkt haben Rick und Linsey nie abgelegt, die Vorliebe für schlichte, brauchbare Gegenstände, auch als das Sortiment größer wurde.
Es beginnt bei den beiden
Auf dem Papier ist die Aufteilung sauber. Linsey verantwortet Design und Marketing, Rick den Einkauf und den Betrieb. In Wirklichkeit fängt die Arbeit mit beiden am Tisch an, die Skizzen ausgebreitet, und gemeinsam entscheiden sie, was gut aussieht und, genauso wichtig, was wirklich funktioniert. Dekoration um ihrer selbst willen kommt hier nicht weit. "Ich mag unkomplizierte und hochwertige Produkte", sagt Rick. "Schnickschnack passt nicht zu uns." Was diesen Tisch übersteht, ist meist robust, unaufgeregt elegant und dafür gemacht, dass eine Hand es aufnimmt, nicht nur ein Auge es betrachtet.
Sie steigen ins Flugzeug
Sie schicken die Entwürfe nicht einfach an eine Fabrik und warten ab. Alles entsteht von Hand in kleinen Auflagen, in wenigen sorgfältig ausgewählten Werkstätten in Asien und Bosnien, und Rick und Linsey reisen selbst dorthin, um die Bedingungen zu sehen und die fertige Arbeit an ihren eigenen Maßstäben zu messen. In Indien tut ihr Kollege Mahesh dasselbe vor Ort. Das Glas kam später als die Haken, gefertigt wird es aber genauso: von Hand, in kleinen Serien, persönlich geprüft. Die geriffelte Reed-Karaffe ist eines dieser späteren Stücke, in Indien aus recyceltem Glas mundgeblasen.
Frag sie nach einem Lieblingsstück
Fragt man die beiden, welches Stück sie am meisten mögen, greifen sie nicht zum auffälligsten. Sie nennen einen gerändelten Messingstift von 2020, den sie bis heute zuerst erwähnen, dazu das Austernset und ein Magnetboard aus rohem Stahl. Eine vielsagende Antwort. Es gewinnt der schlichteste, am besten gemachte Gegenstand.