
Gründerporträts, von einem alten Freund der Familie.
Eine Pressemitteilung braucht ein Gesicht. Also haben wir an einem Samstag im September einen Nachmittag vor der Kamera von Markus Sippl verbracht, für unsere Gründerporträts. Er kennt meine Familie länger, als es mich gibt, und das verändert, was am Ende im Bild landet.
Auf ledge zeigt jede Gründerin, jeder Gründer das eigene Gesicht. Du kaufst bei einem Menschen, nicht bei einem Logo. Das ist die ganze Idee, und sie gilt für uns genauso wie für alle, die wir vorstellen. Als die erste Pressemitteilung also Gründerporträts von uns beiden brauchte, wollten wir es richtig machen. Und wir wussten, wen wir anrufen.
Markus Sippl ging mit meinem Vater in eine Klasse. Er kennt meine Familie länger, als es mich gibt. Seine Agentur, Fotowerk, sitzt in der Gerhardstraße in Untergiesing, München. Er fotografiert Menschen, Gebäude und Veranstaltungen, lässt seine Fotobücher in der Buchbinderei der Pfennigparade von Hand binden und inszeniert nebenbei Miniaturfiguren im Maßstab 1:87 zu Szenen, die er als limitierte Editionen verkauft. Der Satz, mit dem er sein Studio beschreibt: Bilder die bleiben.

Er kam an einem Samstagnachmittag im September mit dem Roller in unser Büro, eine Nikon im Gepäck. Knapp eineinhalb Stunden lang führte er uns durch die Räume: an den langen Tisch an den Fenstern, auf die hölzerne Wendeltreppe, auf den Balkon, hinter dem sich die Bäume schon verfärbten, an die Schreibtische unter den Dachbalken und zum Schluss aufs Parkett, wo er sich über uns stellte und senkrecht nach unten fotografierte. Ein Hemdwechsel, fünf Motive, und der Zähler seiner Kamera lief von 144 auf 558. Fünfunddreißig Bilder haben es ins Best-of geschafft.



Von Markus dirigiert zu werden, ist ein seltsames Gefühl. Vor einem Fremden spielt man eine Version von sich selbst und hofft, dass sie hält. Bei ihm gibt es keine Version zu spielen. Er kennt mein Gesicht, seit ich noch gar nichts dazu zu sagen hatte. Also bleibt nur, es zu zeigen.
Mein Gesicht war also der leichte Teil. Meine Füße nicht. Vali hat ein paar Jahre als Kindermodel gearbeitet, und das merkt man: Er findet seinen Platz, kommt dort an und bleibt. Markus sagte es immer wieder: „Vali rastet sehr gut ein.“ Ich bin nirgends eingerastet. Einen guten Teil des Nachmittags habe ich damit verbracht, meine Standposition zu suchen, und sie meistens nicht gefunden.


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