Pitod Kleidung · United Kingdom
Erst die Marke brachte das Zeichnen zurück
Bei Pitod entsteht nichts, bevor es jemand bestellt hat. Die Kleidung ist genderlos geschnitten, und die Entwürfe stammen alle von einer Person: Pedro Trajano arbeitet in London allein, fertigen lässt er extern.
Gezeichnet hat Pedro Trajano schon als Kind, Kleidung allerdings nie, erzählt er; irgendwann hörte das einfach auf. Zurückgekommen ist es erst, als seine eigene Marke Motive brauchte, und seitdem stammen sie alle von ihm. Der Flamingo, die Biene, der Totenkopf auf den T-Shirts: alles seine Zeichnungen. Der Katalog ist inzwischen breit geworden. Im August 2026 waren es 140 Artikel, davon 58 T-Shirts und 34 Hoodies, dazu Sweatshirts, Polos, Mützen, Shorts, Jogginghosen und Einkaufstaschen. 121 davon führt die Marke als genderlose Kleidung.

Gedruckt und bestickt in Großbritannien
Entworfen wird in London, genäht in einem Betrieb, der nicht ihm gehört, gedruckt und bestickt in Großbritannien. Eine Regel hält die Kette zusammen: kleine Mengen, und los geht es erst mit der Bestellung. Ein solches Verfahren, sagt er, gebe es in der Branche nicht und werde dort auch nicht gewollt, also hat er es sich von Grund auf selbst gebaut. Saisons kommen darin nicht vor, und das ist eine Entscheidung. Sie erzeugen, so seine Begründung, Überproduktion und Überkonsum. Seit 2023 trägt die Marke die B-Corp-Zertifizierung, akkreditiert ist sie außerdem bei der Living Wage Foundation.

Genderless fashion is about creating garments that anyone, regardless of their gender identity, can feel comfortable wearing.

Das Logo aus Blattwerk
Die Basis ist Biobaumwolle nach GOTS, beim Hoodie mit recyceltem Polyester gemischt. Dazu eine doppelt gelegte Kapuze, eingesetzte Ärmel, eine Kängurutasche vorn, Metallösen und im Nacken ein kleiner Halbmond. Das Logo sitzt auf beiden Ärmeln. Der Schnitt fällt etwas weiter aus, und wer es schmaler mag, soll laut Marke eine Nummer kleiner nehmen. Auf einer Variante ist genau dieses Logo noch einmal gezeichnet, aus Waldtexturen und Blattwerk: der Rainforest Pitod Hoodie, entstanden mit der Rainforest Foundation UK. Die Stiftung arbeitet, so erzählt er es, mit den Gemeinschaften in den Wäldern und kümmert sich um das ganze Ökosystem, nicht allein um die Bäume. Aus dem einen Stück ist eine kleine Reihe geworden, ein Rainforest Pitod T-Shirt und ein Rainforest Community T-Shirt stehen daneben.

Im ganzen Sortiment kommt kein tierisches Material vor.


























